Erfolgreiches Laufwochenende in Rethmar, Hannover und Wien
Ein ereignisreiches Laufwochenende liegt hinter unseren Athletinnen und Athleten, die bei Veranstaltungen in Rethmar, Hannover und Wien mit starken Leistungen und tollen Platzierungen überzeugten.
Den Anfang machte der 3. Abend-Kanallauf Rethmar. Auf der anspruchsvollen Kalimandscharo-Halbmarathonstrecke mit Cross-Charakter, rund 145 Höhenmetern und beeindruckenden Ausblicken von der Kalihalde gingen Sarah, Thorsten, Maike und Johannes gemeinsam an den Start. Die abwechslungsreiche Strecke führte über Kanalwege, Feld- und Wirtschaftswege sowie über Teile eines Golfplatzes. Gemeinsam erreichten sie das Ziel nach 2:04:01 Stunden. Auch Stefanie stellte sich erfolgreich der Herausforderung des Halbmarathons. Neben der sportlichen Leistung blieb vor allem die besondere Atmosphäre in Erinnerung: nette Mitlaufende, eine hervorragende Verpflegung und viele landschaftlich reizvolle Eindrücke machten die Veranstaltung zu einem gelungenen Erlebnis. Besonders erfreulich war der Erfolg von Maike, die sich den 1. Platz in ihrer Altersklasse sichern konnte.
Auch bei den Wettkämpfen in Hannover gab es starke Ergebnisse zu feiern. Beim Lauf durch die Eilenriede belegte Marco in 43:54 Minuten den 3. Platz der Altersklasse M55. Henrike erreichte nach 57:04 Minuten als Zweite der W55 das Ziel. Ulrich gewann die Altersklasse M80 in 72:17 Minuten und rundete damit die erfolgreichen Auftritte in Hannover ab.
International vertreten war unser Team beim 38. ASICS Frauenlauf in Wien, der mit über 31.000 Teilnehmerinnen zu den größten Frauenlaufveranstaltungen Europas zählt. Hier überzeugte Svenja mit einer herausragenden Leistung über 5 Kilometer und belegte in 15:59 Minuten den 6. Platz im Gesamtfeld. Ein besonderes Erlebnis war zudem das Treffen mit der ehemaligen Weltmeisterin, Europameisterin und Olympia-Silbermedaillengewinnerin Sonia O'Sullivan, von der Svenja wertvolle Tipps und Anregungen für ihre weitere sportliche Entwicklung mitnehmen konnte.
Herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu ihren tollen Leistungen und den erfolgreichen Wettkämpfen!
Zeitschätzlauf am Himmelfahrtstag – Tempogefühl gefragt
Am heutigen Himmelfahrtstag trafen sich unsere Läuferinnen und Läufer der Vorbereitungsgruppe am Lindener Berg zum traditionellen 5-km-Zeitschätzlauf. Dabei stand nicht die schnellste Zeit im Vordergrund, sondern das möglichst genaue Einschätzen des eigenen Tempos.
Die angegebenen Zielzeiten lagen dabei weit auseinander: Während die Mutigsten eine Zielzeit von 20:50 Minuten prognostizierten, gingen andere das Ganze deutlich entspannter an und tippten auf rund 35 Minuten.
Nach einem schnellen Start zeigte sich allerdings schnell, dass viele ihr Tempo unterschätzt hatten. Zahlreiche Läuferinnen und Läufer liefen deutlich schneller als geplant ins Ziel und waren anschließend überglücklich über ihre starken Leistungen und die positiven Überraschungen auf der Uhr.
Die genaueste Prognose des Tages gelang Wilfried: Er verfehlte seine vorhergesagte Zeit um gerade einmal 10 Sekunden und sicherte sich damit den Titel des besten Zeitschätzers. Bei bestem Laufwetter und großartiger Stimmung war der Zeitschätzlauf erneut ein voller Erfolg und ein gelungener gemeinsamer Feiertagsauftakt für unsere Trainingsgruppe.
10-Minuten-Test markiert Start in die Herbstvorbereitung
Am heutigen Samstag stand für die Laufgruppe der Leistungstest über zehn Minuten auf dem Trainingsplan. Bei guten Bedingungen absolvierten die Läuferinnen und Läufer den Test auf der Sportanlage der Universität Hannover und setzten damit den ersten wichtigen Leistungsstand für die Vorbereitung auf die Herbstsaison.
Die erzielten Ergebnisse reichten von 1850 bis 2900 Metern und zeigten erneut die große Bandbreite innerhalb der Trainingsgruppe – vom ambitionierten Freizeitläufer bis hin zu leistungsorientierten Athletinnen und Athleten.
Der 10-Minuten-Test dient als bewährte Leistungsdiagnostik zur Bestimmung des aktuellen Ausdauer- und Temponiveaus. Auf Grundlage der gelaufenen Distanz können die individuellen Trainingsbereiche exakt festgelegt werden.
Dazu zählen unter anderem: Wettkampftempo für 10 km, Halbmarathon und Marathon, die Trainingsbereiche wie GA1, GA2 und Schwellentraining, Belastungs- und Laktatzonen und die gezielte Steuerung der Trainingsintensität in den kommenden Wochen.
Durch die genaue Auswertung des Tests können die Läuferinnen und Läufer ihre Trainingspläne nun individuell auf ihr aktuelles Leistungsvermögen abstimmen. Ziel ist es, sowohl Überforderung als auch Unterforderung im Training zu vermeiden und die kommenden Einheiten möglichst effektiv zu gestalten.
Nach dem gemeinsamen Einlaufen mit Lauf-ABC und dynamischer Beweglichkeit absolvierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Testlauf auf der Bahn.
Anschließend stand noch ein gemeinsames Stabilisationstraining auf dem Programm.
Mit dem erfolgreichen Leistungstest ist damit der erste wichtige Baustein für eine strukturierte und zielgerichtete Herbstvorbereitung gelegt.
Gelungener Auftakt der Mountain Challenge
Mit einem rundum gelungenen ersten Lauf ist die Mountain Challenge erfolgreich in die neue Saison gestartet. Insgesamt 33 motivierte Läuferinnen und Läufer stellten sich der anspruchsvollen Strecke über 5 Kilometer und 245 Höhenmeter. Dabei stand neben sportlichem Ehrgeiz vor allem die Freude an der Bewegung sowie das gemeinschaftliche Erlebnis im Vordergrund – und genau das war während der gesamten Veranstaltung deutlich spürbar.
Bei besten Bedingungen entwickelte sich von Beginn an ein abwechslungsreiches Rennen. An der Spitze setzte sich bei den Frauen Florentine Beese durch, die mit einer starken Zeit von 24:30 Minuten überzeugte und sich damit den Sieg sicherte. Auf den weiteren Plätzen folgten Finja Albrecht in 25:46 Minuten sowie Sarah Maier, die nach 30:57 Minuten das Ziel erreichte.
Auch bei den Männern wurde ein spannendes Rennen geboten. Hier konnte sich Jan Niclas Born in einer Zeit von 24:50 Minuten durchsetzen und den ersten Platz sichern. Dahinter lieferten sich die Verfolger ein engagiertes Rennen: Peer Seef belegte Rang zwei, gefolgt von Eduard Reimer, der mit 27:30 Minuten das Podium komplettierte.
Eine besondere Erwähnung verdient Ulrich Scharf, der als ältester Teilnehmer mit über 80 Jahren an den Start ging und die Strecke in beeindruckenden 41:17 Minuten bewältigte. Seine Leistung wurde von allen Anwesenden mit großem Respekt und Anerkennung gewürdigt und unterstreicht den inklusiven Charakter der Veranstaltung.
Die positive Resonanz der Teilnehmenden und Zuschauer zeigt, dass die Mountain Challenge einen gelungenen Auftakt gefeiert hat. Die Kombination aus sportlicher Herausforderung, landschaftlicher Kulisse und gemeinschaftlicher Atmosphäre kam bei allen Beteiligten hervorragend an.
Die Veranstalter bedanken sich bei allen Läuferinnen und Läufern sowie Helferinnen und Helfern für diesen erfolgreichen ersten Lauf und freuen sich bereits auf die Fortsetzung der Serie. Der nächste Termin der Mountain Challenge findet am 20. Juni 2026 statt – die Vorfreude darauf ist schon jetzt groß.
Hausrekord, erfolgreiches Debüt und Kämpferqualitäten...ein Bericht von Norbert Fettback
Teamwork als Rezept: Wie Christian Liesecke, Christopher Griese und Nadine Schenkemeyer den Hamburg-Marathon meisterten
Da standen sie also in Hamburg zu dritt an der Startlinie. Mit einigem Herzklopfen, dazu eine große Portion Aufregung, ein Tick Ungewissheit, was kommen würde und zugleich viel Vorfreude: Wie es nun mal so ist vor einem Marathon. Nadine Schenkemeyer, Christian Liesecke und Christopher Griese hatten für diesen letzten Sonntag im April eine feste Verabredung. Wie schon seit November 2025, als sich das Trio unter dem Dach von Pingpank Running zu einer läuferischen Zweckgemeinschaft mit regelmäßigen Treffs und trainingsbezogenen Vorgaben zusammengetan hatte. Drei Sportler, ein Ziel: Wir ziehen das mit dem Hamburg-Marathon gemeinsam durch. Auch schon im Vorfeld.
Gesagt, getan: Unzähligen gemeinsamen Trainingsläufen in der Vorbereitungsgruppe folgte der Punkt aufs i. Alle drei blieben beim 40. Hamburg-Marathon deutlich unter der Vier-Stunden-Marke. Christian Liesecke (61) verbesserte bei seinem achten Marathon seine persönliche Bestzeit sogar um drei Minuten. 3:35:15 Stunden standen für ihn auf der Uhr. „Ich hatte einen guten Tag und konnte mein Tempo durchhalten“, sagte er nach dem Rennen. Was sich bescheiden anhört, hat eine schweißtreibende und planvolle Vorgeschichte, wie auch bei seinen zwei Mitläufern. Der neue „Hausrekord“, aufgestellt an der Alster, ist der Lohn für jede Menge Trainingsfleiß und Disziplin. „Ohne Nadine und Christopher hätte ich das Ganze nicht geschafft. Die beiden und noch ein paar andere aus der Vorbereitungsgruppe waren bei den langen Läufen und den harten Intervalleinheiten eine riesengroße Hilfe.
“ Christopher Griese (64) sieht das nicht anders. „Nadine und Christian waren wertvolle und stark motivierende Laufpartner“, sagte er. „Das gemeinsame Training hat mein Leistungsniveau erheblich gesteigert, meinen Ehrgeiz und meine Freude, mir sportliche Ziele zu setzen, ebenso.“ Eine Woche vor Hamburg, wo er seinen allerersten Marathon lief, herrschte bei ihm Zuversicht: „Ich bin auf Stand.“ Und so war es dann auch. Nach 3:48:25 Stunden überquerte Griese die Ziellinie eines Rennens, das er so schnell nicht vergessen wird: wegen seiner eigenen Leistung, wegen der durchgängig tollen Atmosphäre an der wunderschönen Strecke, wie er sagte, und nicht zuletzt wegen des guten Teamworks.
Bis etwa Kilometer 27 waren die drei zusammen unterwegs. Dann musste Nadine Schenkemeyer (42) die beiden Männer schweren Herzens ziehen lassen. Da half auch die Unterstützung von Mutter Angelika nicht mehr, die ihre Tochter wie so häufig schon geschehen auch dieses Mal als ausgemachter Fan bei einem Wettkampf begleitet hatte. Dass Nadine Schenkemeyer diesen Marathon überhaupt anging, grenzte an ein kleines Wunder. Anhaltende Rückenschmerzen im April hatten einen Start schon in weite Ferne gerückt, dann versuchte sie es doch. Bei Kilometer 30 kamen dann noch Magen-Darm-Probleme hinzu. „Ich habe mich ins Ziel geschleppt“, sagte die frühere Triathletin, die ihren Lauf in 3:52:07 Stunden beendete. „Und ich bin froh, dass ich es durchgezogen habe.“ Dafür erntete sie auch den Respekt ihrer beiden Begleiter. „Nadine ist eine echte Kämpferin“, sagte Christopher Griese.
Der 64-jährige Marathon-Debütant wiederum hielt bis Kilometer 35 Schritt mit Christian Liesecke, musste ihn dann ziehen lassen. „Er ist toll gelaufen“, sagt Griese. „Ich freue mich für ihn.“ Er selbst sei stolz und sehr zufrieden, es in Hamburg geschafft zu haben.
Und nun? Erst mal erholen. „Die Treppe runterzugehen, das hat sich schon schlimmer angefühlt“, sagte Liesecke wenige Stunden nach dem Rennen mit einem Augenzwinkern. Nadine Schenkemeyer ließ sich am Abend nach ihrem vierten Marathon zu Hause auf dem Sofa die Pizza schmecken, die ein Lieferdienst vorbeigebracht hatte. Sie hat bereits einen neuen Plan. „Ich hoffe, dass ich die beiden dazu überreden kann, 2027 wieder in Hamburg zu laufen“, sagte sie. Dann hoffentlich ohne gesundheitliche Probleme – aber wieder nach einer gemeinsamen Vorbereitung mit Pingpank Running.
Weitere Ergebnisse aus der Pingpank Running Laufgruppe: Marathon Hamburg: Eduard Reimer 3:31:15h Marc Diener 4:29:47h' Thomas Kumrow 4:37:35h Halbmarathon Hamburg: Juliane Voland 2:05:19h, Mike Voland 2:14:02h Werner Frye 2:18:27h Marathonstaffel Hamburg: 4:29:49h Andreas Borcherding, Jens Niemann, Dörthe Lüddekens, Heike Triefenbach
So ein Marathon hat ansteckende Wirkungen - ein toller Bericht von Norbert Fettback
Wie es für die Aktiven aus der Vorbereitungsgruppe und von Pingpank Running in Hannover lief
Marathon kann süchtig machen und scheint eine ansteckende Wirkung zu haben. Siehe Michael Arnold und seine Familie aus Letter: Der 44-Jährige bekam dieses Mal bei seiner großen Runde durch Hannover bei Kilometer 18 lautstarke Unterstützung vom Trio am Streckenrand. Am Vortag, beim sogenannten Minithon für die Jüngsten, war sein zwölf Jahre alter Sohn Niels – begleitet von Mutter Kathrin Arnold – voll in Aktion und zeigte mit einem neunten Platz sein Talent. „Ich habe die Familie wohl mit dem Laufvirus infiziert“, sagte Michael Arnold, der am Sonntag nachlegte. Nach den 42,195 Kilometern standen für ihn 3:33:36 Stunden zu Buche, sein bestes Ergebnis seit Jahren. Rund zwei Minuten schneller als 2025 war er dieses Mal. „Das regelmäßige Training in der Vorbereitungsgruppe von Markus Pingpank hat sich wieder ausgezahlt“, sagte er. Das sei motivierend und gut strukturiert und halte ihn bei Laune, gerade bei den allgemein wenig beliebten langen Trainingsläufen. „Ich bin jetzt richtig happy und zu 99 Prozent zufrieden.“
Und das eine Prozent, das fehlte? Er habe mit einer Zeit unter 3:30 Stunden geliebäugelt, sagte Arnold, der für die SG Letter startet. Bis Kilometer 38 sei es super gelaufen, auch weil er das Rennen defensiv angegangen war. Bis dahin ging der Plan auf. „Dann war irgendwie die Luft raus.“ Doch es gab keinen Grund, sich groß zu ärgern.
„Zufriedenstellend“, so lautete das nüchterne Fazit von Astrid Lenhard nach ihrem Lauf. Wozu es allerdings einiger Anmerkungen bedarf. Mit 3:59:56 Stunden erreichte die 48-Jährige ihr individuelles Minimalziel, verfehlte bei ihrem achten Hannover-Marathon ihre persönliche Bestzeit aus dem Vorjahr (3:34) allerdings deutlich. Doch es gab ein bemerkenswertes Trostpflaster: In der Teamwertung der deutschen Meisterschaft holte Lenhard mit zwei weiteren Läuferinnen der Hannover Runners in ihrer Altersklasse Silber. „Dabei konnte ich ein wenig helfen, auch wenn ich im Vorfeld des Hannover-Marathons viel Quatsch gemacht habe.“
Damit meint die Sporttherapeutin vor allem den Start bei einem 80-Kilometer-Ultralauf im Frühjahr zum Brocken. Der habe nun mal gar nicht zum Vorbereitungsprogramm von Markus Pingpank gepasst. Beim wichtigen Tempotraining habe sie danach wochenlang kürzertreten müssen. „Dabei weiß ich, was ich an diesen Trainingsplänen habe“, sagte Lenhard. Fünf- oder gar sechsmal habe sie sich mit deren Hilfe und mit der Vorbereitungsgruppe schon in Form gebracht. Und sie will es wieder tun: Zehn Marathons sollen es für sie in Hannover auf jeden Fall werden, die runde Zahl vielleicht zum runden Geburtstag?
Für den 28 Jahre alten Pascal Terbeznik war es das Debüt über die 42,195 Kilometer. Und ein erfolgreiches: Der frühere 800-Meter-Läufer rannte nach 3:40:24 Stunden durchs Ziel am Friedrichswall und war mit sich und der Welt zufrieden. „Dabei habe ich bei Kilometer 25 schon überlegt, ob ich aufgebe“, sagte der Mann aus der List, dem Wadenkrämpfe zu schaffen machten. „Doch der Kopf hat gewonnen.“ Bei Markus Pingpank hat er schon 2017 trainiert und sich dieses Jahr als Pacemarker bei der Steinhuder-Meer-Runde an den Marathon herangetastet, für ihn einer „aus der kalten Hose“, wie er sagt. Und seine weiteren Ziele? „Mal gucken, wie das in einer Woche ist.“ Von den Pingpank-Läufern war Peer Seef (3:34:16 Stunden) der Schnellste auf der Marathonstrecke. Christoph Bach (60), aus Hessen angereister Pingpank-Läufer der ersten Stunde, freute sich nach einem starken Finish über seine Zeit von 3:46:57 Stunden.
Auf der halb so langen Distanz zeigte Niclas Legler aus Sarstedt eine famose Leistung. Der erst 16-Jährige, der für Hannover Athletics startet, lief den Halbmarathon in 1:19:10 Stunden und blieb damit wie angestrebt erstmals unter der 1:20-Stunden-Marke. „Ich bin gut durchgekommen“, lautete sein Fazit. „Auch wenn ab Kilometer 18 die Beine schwer wurden.“ Geholfen habe ihm nicht nur die tolle Stimmung an der Strecke, sondern auch die Unterstützung durch die Eltern vor Ort und die Großeltern. „Meine Oma hat den Lauf über das Internet verfolgt und mir gleich per Whatsapp gratuliert.“ Vater Markus lief ebenfalls die 21,1 Kilometer, hatte im Familienduell aber keine Chance.
Der Halbmarathon war die Distanz, auf der sich gleich 19 Läuferinnen und Läufer von Pingpank Running versuchten. Der Schnellste darunter war Jan-Niclas Born in 1:29:34 Stunden. Für Christopher Griese spielte die Zeit im Ziel keine so große Rolle. 1:49.:12 Stunden zeigte die Uhr für den 64-Jährigen an. „Für mich war es ein Trainingslauf“, sagte Griese, der sein Augenmerk auf den 26. April gelegt hat: Dann findet der Hamburg-Marathon statt. Und dafür hat er in den vergangenen Monaten in der Pingpank-Vorbereitungsgruppe viel investiert.
Vom Trainer, der in diesen Tagen mit Pingpank Running Namibia ein Laufprojekt in Windhoek begleitet, wozu am 18. April ein Charity-Lauf gehört, konnte er am Marathon-Wochenende in Hannover allerdings keine weiteren Ratschläge entgegennehmen. In der Ferne durfte sich Markus Pingpank über den Auftritt von Ulrich Scharf freuen: Der Kirchröder, Jahrgang 1944, startete in Hannover über zehn Kilometer und holte sich in 1:09:41 den Sieg in der Altersklasse 80. Was zeigt, dass Laufen nicht nur süchtig machen kann, sondern anscheinend auch eine gute Medizin ist.
Bilder von Norbert Fettback, Manuela Rückriem und Silke Pingpank
Starke Ergebnisse auf drei Kontinenten
Die Athletinnen und Athleten aus unserer Trainingsgruppe waren in den vergangenen Wochen bei verschiedenen Veranstaltungen rund um den Globus am Start – mit vielen persönlichen Erfolgen, Podiumsplätzen und Bestzeiten.
Beim Halbmarathon in Swakopmund feierte Svenja Pingpank einen perfekten Einstand über die Distanz. Bei ihrem ersten Halbmarathon überhaupt lief sie ein starkes Rennen und gewann in hervorragenden 1:14:46 Stunden. Als Tempomacher unterstützte sie ihr Bruder Maximilian Pingpank, der das Rennen ebenfalls in 1:14:46 Stunden beendete und damit Platz 11 belegte. Für ein weiteres Spitzenergebnis sorgte Maulisiu Dominikus, der bei den Männern mit neuer persönlicher Bestzeit von 1:06:47 Stunden den dritten Platz erreichte.
Auch über die 10-Kilometer-Distanz gab es erfreuliche Entwicklungen: Martin Kadira belegte Rang acht und verbesserte seine Bestzeit deutlich auf 33:57 Minuten – mehr als eine Minute schneller als zuvor. Einen besonders großen Sprung machte Olauf Stein, der sich von früheren 45 Minuten auf starke 38:09 Minuten steigern konnte. Ebenfalls auf der Halbmarathonstrecke unterwegs war Isdor Aluteni Kamati, der das Rennen erfolgreich ins Ziel brachte.
Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Masters zeigte Christian Wiese seine Klasse. Über 1500 Meter sicherte er sich in 4:17,50 Minuten die Goldmedaille, über 800 Meter gewann er in 2:07,93 Minuten zusätzlich Silber. Auch bei den Deutschen Meisterschaften über 10 Kilometer gab es gute Leistungen. In der U18 lief Niclas Legler mit 37:27 Minuten zu einer neuen persönlichen Bestzeit. In der Altersklasse W50 belegte Imke Selle mit einem engagierten Rennen den 12. Platz.
International war unsere Trainingsgruppe außerdem beim Halbmarathon in Lissabon vertreten. Dort erreichten Marc Diener, Andreas Borcherding und Jens Niemann erfolgreich das Ziel und sammelten wertvolle Wettkampferfahrung auf der schnellen Strecke an der portugiesischen Atlantikküste.
Insgesamt zeigen die Ergebnisse einmal mehr die große Bandbreite der Trainingsgruppe – von internationalen Podiumsplätzen und Meisterschaftsmedaillen bis hin zu vielen persönlichen Fortschritten und erfolgreichen Wettkampfteilnahmen.
Auf dem Weg zur Marathonpremiere und zur neuen Bestzeit
53 Läuferinnen und Läufer bringen sich in Form für das Frühjahr 2026
Vor der WM in Indien dann noch ein Heimspiel am Maschsee – dass das vom Umfang und vom Wetter her nicht wirklich zum bevorstehenden sportlichen Höhepunkt passt, spielt in dem Fall keine so große Rolle. Am 7. Dezember wird Florentine Beese in Neu-Delhi für Deutschland bei der Ultra-Weltmeisterschaft über 50 Kilometer starten. Dagegen sind die acht Kilometer, die jetzt vor ihr liegen, ein Klacks. An diesem grauen, von Nieselregen getränkten Samstagvormittag trifft sich die Vorbereitungsgruppe vom Markus Pingpank zum ersten Mal, um Kurs zu nehmen auf das Frühjahr 2026. Die gute Stunde, eingeleitet mit Einlaufen und Lauf-Abc, fällt unter die Rubrik Grundlagentraining. „Flo“, wie sie im Freundeskreis gerufen wird, ist Gruppenleiterin in diesem Team, das insgesamt 53 Läuferinnen und Läufer zählt.
Gefragt ist beim Auftakt jenes Tempo, das bei einem Halbmarathon erreicht werden soll. Logisch, dass Florentine Beese, deren Bestzeit auf dieser Strecke bei 1:22 Stunden steht, vorneweg läuft, die Uhr dabei aber immer im Blick hat. Nur nicht zu schnell und nicht zu langsam sein! An ihrer Seite hat sie Bernd Buchholz, für den es ein besonderer Tag ist: Er ist am Sonnabend 54 Jahre alt geworden, hat aber kein allzu großes Problem, mit der 25-Jährigen mitzuhalten. Denn schnell ist auch er: Den Marathon hat Buchholz schon in 3:05 Stunden geschafft. Seine Richtschnur dafür, wenn am 12. April 2026 in Hannover erneut die deutsche Meisterschaft über die 42,195 Kilometer ansteht. Dann topfit zu sein, das ist der Grund, weshalb sich Buchholz auch dieses Mal der Pingpank-Vorbereitungsgruppe angeschlossen hat.
Überhaupt: Viele, die an dem Tag am Maschsee unterwegs sind, kennen sich seit Langem. Jahr für Jahr immer wieder dabei zu sein, das muss gute Gründe haben. Christopher Griese hält seit 2021 zur Stange und schätzt die Gemeinschaft. „Vorher war ich Alleinläufer. Dann gab mir meine Schwägerin diesen Tipp“, sagt er und konstatiert: „Das Vorbereitungsprogramm ist genau das Richtige für mich.“ Es ist seiner Einschätzung nach professionell ausgerichtet und sei der ausschlaggebende Grund gewesen, dass er sich dieses Frühjahr beim Halbmarathon in Hannover auf 1:40 Stunden verbessert habe.
Nun plant der 63-Jährige sein nächstes großes Ding: In Hamburg will er 2026 seinen ersten Marathon laufen. „Gern unter vier Stunden“, sagt der Südstädter auf Nachfrage. Ein Ziel, das seinen speziellen Preis fordert an Durchhaltevermögen, Fleiß und zeitlichem Aufwand. Die sonnabendlichen Einheiten in der Vorbereitungsgruppe inklusive, deren Start am zweiten Samstag im November laut Griese „super“ war.
Wie er lässt sich auch Sarah Maier, die jetzt das vierte Mal dabei ist, allzu gern darauf ein. Sie will zwar (noch) keinen Marathon laufen, möchte auf der halb so langen Strecke aber eine persönliche Schallmauer durchbrechen. Für den Lauf in Hannover im nächsten April ist die 44-Jährige bereits angemeldet, sie hat dann eine Zeit „knapp unter 1:45 Stunden“ vor Augen, wie sie sagt. Das wären rund zwei Minuten weniger als ihr aktueller persönlicher Rekord.
Zwei Minuten, die viel mehr ausmachen können, als man denkt. „Ich gehöre jetzt zu einer schnelleren Gruppe. Das ist schon herausfordernd“, sagt sie. „Da muss ich mich mehr auf das Laufen konzentrieren.“ Das heißt nach ihren Worten auch: weniger reden auf der Strecke, so sei es jedenfalls beim Auftakt gewesen. Und was schätzt die Frau aus der Südstadt am Gruppentraining? „Es ist gut organisiert und strukturiert, es gibt immer einen Ansprechpartner, und dann diese Gemeinschaft mit anderen Laufbegeisterten, die mir gut tut.“ Die Gruppe scheint auch von ihr zu profitieren. Sarah Maier bringe „viel Pep“ mit, sagt Silke Pingpank, ihre Gruppenleiterin.
Schwung, der alle beflügelt. „Ich bin auf dem Weg“, sagt Sarah Maier und hat das Rennen in Hannover im April 2026 im Blick. Dann kann was herauskommen!
Bericht und Bilder von Norbert Fettback
Viele sonnige Momente beim großen Lauf durch Hannover
Wie Läuferinnen und Läufer aus der Pingpank-Gruppe den ADAC Marathon erlebten
Er lief mit einem Lächeln ins Ziel, den Daumen nach oben gestreckt als Zeichen der Zufriedenheit mit sich selbst und dem ganzen Drumherum. „Solche Sonntage kann es gerne öfter geben“, sagte Michael Arnold. Soeben hatte er den Marathon in Hannover in 3:35 Stunden absolviert – ein respektables Ergebnis für den 43-Jährigen aus Letter bei nahezu idealen äußeren Bedingungen. „Für mich ist dieser Lauf der alljährliche sportliche Höhepunkt.“ Und weil das so ist, hatte sich Arnold auch diesmal in der Vorbereitungsgruppe von Markus Pingpank in Form gebracht. „Das hilft mir weiter und motiviert mich immer wieder aufs Neue“, so seine Beweggründe.
Insgeheim hatte Arnold sogar auf eine Zeit unter 3:30 Stunden spekuliert. Doch ein paar Wochen vor dem großen Lauf in Hannover erwischte ihn ein Infekt. „Der steckte mir noch in den Knochen.“ Dem noch immer guten Ergebnis nach den 42,195 Kilometern tat das keinen Abbruch. Um noch einiges schneller war Bernd Buchholz (AK 50), der konstant durchlief und eine klasse Zeit von 3:12 Stunden hinlegte.
Ein anderer aus dem Pingpank-Running-Team kam indes ins Grübeln. „Keine Ahnung, weshalb bei mir heute der Wurm drin war“, sagte Eduard Reimer. Für den Marathon, immerhin sein 25. und damit ein besonderer, hatte er fleißig nach Plan trainiert mit einem wöchentlichen Pensum um die 80 Kilometer und sich dafür sogar ein ausdrückliches Lob von Markus Pingpank abgeholt. Und nun dies: „Bei Kilometer 28 fühlte ich mich schon leer. Und zwischen Kilometer 35 und 40 bin ich in ein richtiges Loch gefallen.“ Das spiegelte dann auch die Zielzeit des 55-Jährigen wieder: 3:40 Stunden und in der Folge ein langes Gesicht. Das dürfte ihn anspornen, es beim nächsten Mal wieder besser zu machen.
Für Christoph Bach war es bereits der achte Marathon in Hannover. Der 59-Jährige war dazu extra aus der Nähe von Battenberg in Hessen angereist, wo er inzwischen zu Hause ist. Er freute sich über seine Zeit von 4:06 Stunden, auch wenn diese mehr als eine halbe Stunde über seiner persönlichen Bestleistung liegt. „In der alten Heimat zu laufen macht immer wieder Spaß“, sagte Bach, als er nach seinem „Heimspiel“ bei blauem Himmel die Finishermedaille in Empfang nahm. Er ist sozusagen ein Urgestein der Pingpank-Laufgruppe: Vor 22 Jahren gehörte Bach zu denen, die sich in diesem Rahmen erstmals zielgerichtet auf einen Marathon vorbereiteten. Mit bleibendem Effekt: Vom Laufen kommt er seitdem nicht mehr los.
Ähnlich wie Manuela Rückriem, die auch schon jahrzehntelang zur Laufgruppe gehört, ohne den Spaß an der Bewegung und am Miteinander zu verlieren. Sie lief den Halbmarathon in 1:58 Stunden und schaffte damit die erhoffte Punktlandung. „Unter zwei Stunden wollte ich auf jeden Fall bleiben. Ich bin zufrieden“, sagte die Peinerin, die schon am nächsten Tag in den Namibia-Urlaub startete. Was der 65-Jährigen allerdings am Sonntag in Hannover nicht gefiel, war das zeitweise dicht gedrängte Läuferfeld. „So viele Staffeln tun dem Wettkampf nicht gut“, meint sie.
Von der Laufstrecke in den Osterurlaub ging es auch für Nadine Schenkemeyer. Das insgeheim erhoffte Erfolgserlebnis beim mit viel Sonne garnierten Halbmarathon hatte sie nicht im Gepäck für Dänemark. „Eigentlich wollte ich unter 1:40 Stunden bleiben“, sagte die 41-Jährige aus Ilten. Es wurden 1:42 Stunden. „Ab Kilometer 15 haben die Beine und der Kopf nicht mehr mitgemacht“, sagte sie. Im Vorfeld hatte sie krankheitsbedingt auf zwei längere Läufe verzichten müssen, das wirkte sich in Hannover offenbar aus.
Dass man mit 55 noch eine persönliche Bestzeit laufen kann, das zeigte Christoph Bolz. 1:41 Stunden zeigte die Zeitmessung nach dem Halbmarathon für den Garbsener an – sage und schreibe fünf Minuten weniger als sein alter Hausrekord. „Ich bin mega zufrieden“, sagte er. „Es hat alles gepasst: vom Wetter bis zur klasse Stimmung am Rand der Strecke.“ Dass es für ihn so gut gelaufen sei, habe er nicht zuletzt den Trainingsplänen von Markus Pingpank zu verdanken.
Nicht um Schnelligkeit geht es Nicole Datz. Sie beschreibt sich selbst als „ausdauernde“ Läuferin. „Ich habe bei diesem Halbmarathon, meinem fünften in Hannover, nicht auf die Uhr geguckt“, sagte die 50-Jährige, die seit 2017 bei Markus Pingpank trainiert. „Ich freue mich, überhaupt 21 Kilometer zu schaffen.“ Dafür brauchte sie dieses Mal 2:25 Stunden – und das in läuferischer Verbundenheit mit zwei Freundinnen aus der Pingpank-Gruppe. Zusammen mit Diana Ganguin lief sie Seite an Seite zeitglich über den roten Zielstrich; Lauffreundin Jessica Jaworski, der am Ende Knieprobleme zu schaffen machten, folgte rund eine Minute später. Datz sieht durchaus Vorteile darin, einen Lauf nicht zu verbissen zu absolvieren. „So bekomme ich von den Leuten an der Strecke viel mehr mit“, sagte sie und hatte dabei auch so manchen flotten Spruch in frischer Erinnerung, den sie auf Schildern las. Wie diesen an der Hildesheimer Straße: „Bis zum Maschsee war es noch einfach, ab hier wird es charakterbildend.“
Über die Hildesheimer Straße ging es auch für Jonathan Preinfalk. Der 14-Jährige, der seit einem halben Jahr bei Markus Pingpank trainiert, startete über die zehn Kilometer und überraschte sich mit der Zeit von 39:09 Minuten selbst. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell werden würde“, sagte er. Dafür wurde das Talent aus Hannover mit dem Sieg in der U16-Klasse belohnt.
Licht und Schatten gab es bei zwei gut bekannten Athleten: Der Burgdorfer Christian Wiese, dessen Lauftraining von Markus Pingpank unterstützt wird, zeigte erneut seine Klasse im Halbmarathon mit 1:12 Stunden, was ihm den Sieg in der Altersklasse 40 und Platz zehn in der Gesamtwertung einbrachte. Florentine Beese, die sowohl bei Hannover Athletics als auch bei Pingpank Running aktiv ist und mit einigen Erwartungen zum Marathon angetreten war, stürzte unmittelbar nach dem Start und musste das Rennen in der Folge nach gut einem Drittel aufgeben.
Bericht und Bilder von Norbert Fettback
Der Berg ruft
Das Laufteam Niedersachsen und der TSV Kirchdorf zu Besuch beim Berglauf und ein toller Geburtstagslauf
40 Läuferinnen und Läufer fanden den Weg zur Freilichtbühne und dem dort stattfindenden 5km Trainingslauf zum Fernsehturm (und zurück).Trotz des Regens gab es viele zufriedene Gesichter und ein toller Kommentar von Mark P.,"der Berglauf gehört zu den schönsten Läufe der Region Hannover."
Im grünen Bereich
Die Wintervorbereitung läuft – und ein Laktattest liefert wichtige Aufschlüsse
An diesem Sonnabendvormittag ist Laufen nicht alles. 45 Frauen und Männer haben sich am Treffpunkt bei Hannover 78 versammelt, um den nächsten Schritt zu machen hin auf den Marathon oder Halbmarathon im Frühjahr 2025. Das ist ihr großes sportliches Ziel, weshalb sie sich der Vorbereitungsgruppe angeschlossen haben. Die inzwischen vierte gemeinsame Trainingseinheit seit dem 12. Oktober sieht etwas Besonderes vor: Markus Pingpank hat einen Laktattest ins 90-minütige Programm integriert. Mal was ganz Neues! Und für alle auch ein wenig aufregend.
Das damit verbundene Fingerpiksen zum Blutabnehmen und Messen der Werte liegt an diesem Tag in den Händen seiner beiden Kinder Svenja und Maximilian. Beide sind Leistungssportler und kennen sich folglich bestens aus mit Laktattests und deren Relevanz für eine erfolgreiche Wettkampfvorbereitung. Ruck, zuck ist die Prozedur mithilfe der beiden erledigt. Pflaster drauf, und weitergehen kann es mit dem Laufen rund ums Erika-Fisch-Stadion.
Wobei es diesmal nicht um Höchstgeschwindigkeit geht. Gefragt ist eher das Gegenteil: ein moderates Tempo bei circa 75 Prozent des individuellen Leistungsvermögens. Oder anders formuliert: mit dem Speed, in dem jeder oder jede aus der Gruppe beim Marathon unterwegs sein könnte, wenn es drauf ankommt.
Gerade bei Dauerläufen im Vorfeld eines Wettkampfs nicht zu forsch an die Sache heranzugehen – das ist die Botschaft an diesem Tag. „Da ist Vernunft gefragt, es geht nicht um Trainingsrekorde“, sagt Markus Pingpank. Deshalb gilt sein Blick den Laktatwerten, die zum Gruppenstart vor vier Wochen bei einem Zehn-Minuten-Test ermittelt worden waren, und zum Abgleich den jetzigen Zahlen. „Maximal 2 mmol /l sollten es heute sein“, sagt Markus Pingpank, das sei die sogenannte aerobe Schwelle. Und er darf zufrieden sein mit dem Stand der Dinge: Bei 40 Frauen und Männern stimmt das Ergebnis – was wichtige Hinweise für die künftige Gestaltung des Trainings liefert. Auch diesen, dass die wenigen, die über dem Wert lagen, etwas kürzertreten sollten, um sich nicht zu überfordern.
Nadine Schenkemeyer (40) aus Ilten, die erstmals überhaupt einen Laktattest machte und darauf durchaus „gespannt“ war, betrifft das nicht. Bei ihr ist alles im grünen Bereich. Vor zwei Jahren war die begeisterte Läuferin und erfolgreiche Triathletin zum ersten Mal bei der Gruppe dabei – und „ich bin hängen geblieben“, wie sie sagt. Das zahlt sich aus. Beim Berlin-Marathon verbesserte sie ihren Hausrekord dieses Jahr auf 3:39 Stunden. Nächstes Ziel ist nun Hamburg – und in der Pingpank-Vorbereitungsgruppe macht sie sich dafür fit.„Es macht mir hier auch großen Spaß“, sagt sie.
Ein neues Gesicht in der Gruppe ist das von Roland Gutzeit (55) aus Schliekum, sportlich lange als Fußball-Jugendtrainer in seinem Wohnort unterwegs. Jetzt aber habe er zeitlich den Freiraum, um sich mehr dem Laufen zu widmen, berichtet er. Sein Rezept: „Erst einmal mitrennen mit den anderen.“ Sein Ziel: der Halbmarathon in Berlin. „Das liegt nahe, da ich für eine Berliner Firma arbeite.“
Für Uwe Böhm (65) aus Burgdorf geht es auch darum, beim Sporttreiben nicht auf sich alleingestellt zu sein. „In der Gruppe gibt es viel mehr Abwechslung, als wenn ich für mich zwei-, dreimal in der Woche durch den Wald laufe“, sagt er. Am 6. April 2025 möchte er in Hannover die 42,195 Kilometer absolvieren – und das „möglichst unter vier Stunden“, wie er hinzufügt. Auch deshalb fühlt er sich gut aufgehoben in der dieses Jahr 57 Mitglieder großen Vorbereitungsgruppe.
Zwei von ihnen bekommen an diesen eher grauen Vormittag in großer Runde sogar ein musikalisches Ständchen: Juliane Voland und Mike Asche haben Geburtstag und werden ein wenig gefeiert. Dann geht es für alle los in Laufschuhen dem großen Ziel entgegen. Das ist die eigentliche Note des Tages. So richtig gefeiert werden soll dann im Frühjahr.
(Bericht und Bilder von Norbert Fettback)
Ein Tag, an dem Bestzeiten purzeln
Marathon in Hannover: Viele zufriedene Gesichter bei Pingpank Running
Es war der Tag, auf den seit Monaten alles hinauslief – auch für viele Sportler von Pingpank Running: der Hannover-Marathon. Für die meisten wurde das „Heimspiel“ in der Landeshauptstadt zum erhofften Erfolgserlebnis: das Ziel am Friedrichswall erreicht, und das in vielen Fällen in neuer persönlicher Bestzeit. Da hatte die Sonne an diesem Tag wirklich gut lachen!
So wie für Bernd Buchholz, der in der M50-Altersklasse startet. Er schaute zunächst ein wenig ungläubig drein, als er nach den 42,195 Kilometern auf seine Uhr blickte. Um rund acht Minuten hatte er seine eigene Bestleistung unterboten – und mit 3:05:03 Stunden war er an diesem Tag zudem der schnellste Mann im Pingpank-Dress. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Buchholz. „Das monatelange Training hat sich ausgezahlt, und die Temperaturen haben heute mitgespielt.“ Ja, wäre der zeitweise böige Wind nicht gewesen, der nicht nur den Marathonis zu schaffen machte, hätte wohl sogar noch mehr herauskommen können. Die ersten 20 Kilometer lief Buchholz zusammen mit Olaf Battermann und Jörg Kettern. Das Trio hatte dabei auch die Teamwertung der deutschen Meisterschaft (M50/55) im Blick. Dann aber musste Buchholz abreißen lassen – „die beiden waren da zu schnell für mich“. Doch das Bild änderte sich wieder: Er bekam seine „zweite Luft“ und war noch vor Battermann (3:05:21), der seinen ersten Marathon lief, und Kettern (3:12:55) im Ziel. „Ein Brett“, so kommentierte Kettern seine eigene Leistung, so schnell war er noch nie unterwegs gewesen. Auch für Mike Asche (M45) ging die Rechnung auf: Der Weltreisende in Sachen Marathon (New York, London, Chicago, Berlin, Boston und Tokio) absolvierte die Königsdisziplin in seiner Heimatstadt in 3:10:56. Noch ein Eintrag in die Liste der persönlichen Rekorde!
Und wenn schon von Bestzeiten die Rede ist: Für Florentine Beese ist diese Hoffnung auch in Erfüllung gegangen. 2:42:12 Stunden – so lautet jetzt die neue Marke der 23-Jährigen. Sie war damit mehr als vier Minuten schneller als jemals zuvor. Und das sogar mit Ansage: Vater Peter Beese hatte den „Hausrekord“ angekündigt, als er am Aegidientorplatz zusammen mit Florentines Schwester Friederike auf Florentine wartete. Die Anfeuerung wirkte, wie auch die gute Stimmung an der Strecke: Schneller als Beese waren an diesem Tag nur 14 Läuferinnen. Darunter die Australierin Vanessa Wilson (2:31:45), die für Hannover Athletics startet.
Mehr ausgerechnet hatte sich Thomas Kumrow (M55): Statt der erhofften 3:45 Stunden landete er bei 4:03. Er tröstete sich mit der Stimmung am Straßenrand. „Das war mega!“, sagte Kumrow. „Und auch das Wetter war ideal.“
Ganz anders hatte sich Ulrich Scharf diesen Laufsonntag vorgestellt. Für den Kirchröder war es der erste Lauf in der Altersklasse M80, unter 2:30 Stunden war das Ziel des fitten Seniors, der sich mit der Laufgruppe von Pingpank Running zielstrebig vorbereitet und sich zudem sich familiäre Unterstützung mitgebracht hatte: Drei Söhne gingen im Halbmarathon ebenfalls an den Start. „Bis Kilometer 12 lief es gut“, berichtete Scharf, „dann aber kam der Einbruch.“ Zweimal habe er sich aufgrund von Magenproblemen übergeben müssen, „danach ging nichts mehr“. Das neue Ziel lautete deshalb, nur noch durchzukommen. 3:20 Stunden waren es am Ende. „Nächstes Jahr wird das wieder anders“, so Scharfs Kampfansage.
Die Erschöpfung stand nach den 21,1 Kilometern auch Marco Wipperfürth (M50) ins Gesicht geschrieben. Kein Wunder: In 1:34:06 spulte er den Halbmarathon so schnell ab wie kein anderer von Pingpank Running. Anderen gelang die erhoffte Punktlandung, der Lohn für fleißiges Training. So wie Wilfried Oberheide, der in 1:59:34 unter der Zwei-Stunden-Grenze blieb. „Stimmung und Unterstützung an der Strecke waren super“, sagte er. Das schafften „in Familie“ auf der Halbmarathondistanz auch Britta Bartsch-Przemeck (W55, 1:59:38) und Michael Przemeck (M60, 1:59:39).
Und wie lief es über die zehn Kilometer? Jutta Kindler (W60) dürfte da nicht nur für sich sprechen. „Ich hatte die erhoffte Freude am Laufen und bin sehr zufrieden“, sagte die Osterwalderin, die nach 56:28 Minuten im Ziel war. „Was ich toll und erstaunlich fand, ist, dass die Zuschauer auch den diesen Lauf begleiteten und uns kräftig anfeuerten.“
Was wohl auch heißen dürfte: Den 6. April 2025 werden sich viele schon vorgemerkt haben. Dann heißt es beim Hannover-Marathon: Auf ein Neues!
Bericht von Norbert Fettback
Bilder von Norbert Fettback und Silke Pingpank
Die Wade lässt grüßen
Bei der Laufreise nach Novo Sancti Petri in Andalusien ging es nicht nur um Sport
Von Norbert Fettback
Diesmal ist es nicht das Bimmeln des Smartphones, das einen im Bett aufschrecken lässt. Große Regentropfen trommeln gegen die gläserne Balkontür – und das eine halbe Stunde, bevor es losgehen soll und es draußen noch stockfinster ist. Also liegen bleiben im Bett und die anderen laufen lassen? Die einfachste und bequemste Lösung ist nicht immer die beste, auch wenn schon um 7.45 Uhr gestartet werden soll und das Frühstück deshalb warten muss.
Hier, in Novo Sancti Petri, werden wir an diesem Sonnabend nicht vom Cafe con leche munter, sondern vom böigen Westwind, der uns vom Atlantik aus wenig später ins Gesicht bläst. Am breiten Strand herrscht noch Ebbe, die Schuhe versinken mitunter im weichen Sand, weit und breit ist keine Menschenseele in Sicht. Mal abgesehen von der ambitionierten Läufergruppe des Berliner Track Clubs , die ebenfalls im Hotel Barrosa Park eingecheckt und ihr morgendliches Pensum bereits hinter sich hat. Ach, das ist doch ein wunderbares Gefühl, so ein Lauf zu früher Stunde in so einer Umgebung! Nur gut, dass wir uns dazu aufgerafft haben. Soll der Wind doch sein Spiel spielen und der Himmel sich öffnen, um uns neue Regentropfen zu schicken! Drauf gepfiffen, weiter geht es vom Strand in Richtung Pinienwald.
Den haben wir in den vergangenen Tagen schon mehrfach durchquert. Auch so ein Highlight, das Läufer und Läuferinnen hier in Novo Sancti Petri mögen. Diesmal heißt es aber, besonders aufzupassen: Trainer Markus Pingpank hat sich ein Spiel einfallen lassen – es gilt, sich diesen und jenen markanten Punkt zu merken und später am Frühstückstisch die richtigen Antworten zu finden und aufzuschreiben. Wie viele Schaukeln waren doch gleich auf diesem Kinderspielplatz? Und was ist wohl damit gemeint, welche zwei Kreaturen den Zebrastreifen überqueren dürfen?
In den Tagen zuvor haben sich die meisten aus der 35-köpfigen Gruppe eher gefragt, wie sie das durchaus fordernde Pensum wohl verkraften werden. Jeden Tag ein Lauf, das auch mit möglichst viel Tempo bergauf, mit Intervallen und mit der Aufgabe, ohne Hilfe der Uhr seine Zeit im Ziel präzise vorauszusagen. Das alles in der Regel auf wechselnden Strecken und unterschiedlichen Distanzen. Nachmittags dann Stabilisations- und Krafttraining, Aquarunning und Theraband-Workout: das volle Programm also. Anders und – in fast jedem Fall physisch auch spürbar – umfangreicher als zu Hause. Ist das nun noch Urlaub? „Laufen und Meer“ – daraus ist diesmal „Laufen und mehr“ geworden. Mit schönen Grüßen von der Wade!
Etwa die Hälfte der Gruppe ist für eine Woche geblieben, die anderen reisen nach elf Tagen am Montag zu früher Stunde ab. Alle haben gewusst, worauf sie sich eingelassen haben. Regelrecht aufgeblüht ist Thomas Kersten: Es hat den Anschein, als sei der Ronnenberger seinen Problemen mit der Ferse davongelaufen, die ihn lange ausgebremst haben.
Das Abschiedsgeschenk des Trainers am Sonntag: zum zweiten Mal ein sogenannter langer Lauf über circa 17 Kilometer. Wieder geht es raus aus Novo Sancti Petri in Richtung Süden, vorbei an Golfplätzen und zeitweise über einen nigelnagelneuen Radweg, den Pinien säumen. Diesmal aber hat sich die Sonne versteckt. Ja, das Wetter in Andalusien! „Es hat nicht immer mitgespielt“, sagt Markus Pingpank. Immerhin hatte er meist ein gutes Timing: Wenn gelaufen wurde, schien entweder die Sonne, oder der Regen legte gerade eine Verschnaufpause ein.
Trüben konnte das die Laufreise nicht. „Es wurde sehr vielseitig trainiert. Alle nehmen viel praktische Erfahrungen mit, insbesondere was das Ausgleichstraining beinhaltet“, sagt der Coach. Sonst komme beim Training vieles zu kurz, hier habe es untereinander interessante und ausführliche Gespräche gegeben. Was wohl auch mit der Gruppengröße zu tun hatte. „35 ist dafür eine gute Zahl“, sagt Heico Bornemeier, einer der Erfahrensten auf dieser Reise. Da verliere man sich nicht aus den Augen und habe gute Gelegenheiten, mit allen mehr als nur ein Wort zu wechseln. Wohl wahr!
Die Polizei klatscht Beifall
Impressionen von der Laufreise von Pingpank Running / Formaufbau unter andalusischer Sonne
Der frühe Vogel fängt den Wurm. Auch an einem Sonnabend. Das gilt zumindest für die gut 30 Läuferinnen und Läufer, die sich pünktlich um 7.45 Uhr vor dem Hotel Barrosa Park versammeln. Die Sonne macht sich zur gleichen Zeit startklar, sich am andalusischen Firmament in ihrer vollen Pracht zu präsentieren. Während die Hand voll Golfer, die hier in Novo Sancti Petri ebenfalls ihr Quartier bezogen haben, sich anschicken, im Speisesaal die erste Mahlzeit des Tages zu genießen, geht es für die große Gruppe aus Hannover auf zum sogenannten Frühstückslauf. Auch ein arbeitsfreier Sonnabend braucht seinen sportlichen Sinn, selbst zu früher Stunde.
Es gibt für die Laufbegeisterten, nachdem sie sich in Bewegung gesetzt haben, sogar Beifall auf offener Straße. Drei Polizisten, offensichtlich zur Verkehrskontrolle abkommandiert, klatschen in die Hände und äußern auf Spanisch den Frühaufstehern ihre Anerkennung. Dass diese auf diesem Abschnitt den grünen Fahrradstreifen nutzen, ist ihnen ausnahmsweise nicht so wichtig. Ist ja auch sonst nichts los um diese Zeit, da wird ein Auge zugedrückt. Lauft mal schön weiter, so lautet die Botschaft.
Und gelaufen wird emsig, nicht nur an diesem Morgen. Seit Trainer Markus Pingpank (60) mit der Gruppe zwei Tage zuvor eingecheckt hat, wurden hier schon etliche Kilometer abgespult. Mal durch den Küstenwald, mal parallel zum schier endlos langen Sandstrand, denn der Atlantik ist zum Hineinspringen nah – wenn um diese Zeit nur nicht so eine frische Brise wehen würde. Für die meisten jedenfalls. Andere nutzen die freie Zeit hier zum Spazierengehen oder zum Erkunden des beliebten Urlaubsortes.
So richtig hart dürfte es erstmals am Sonntag werden. „Long run“, so steht es im Trainingsplan, den Markus Pingpank für die insgesamt elf Tage vorbereitet hat. Was im Klartext bedeutet: Gelaufen wird zwischen eineinhalb bis drei Stunden. Und das in unterschiedlichem Tempo, denn nicht alle aus der Gruppe sind auf Marathonkurs.
So wie etwa Beate Strüber die am 14. April in Hannover die gut 42 Kilometer in Angriff nehmen möchte. Deshalb stehen für sie in Novo Sancti Petri am Sonntag stolze 31 Kilometer an. Ihr Beispiel zeigt zugleich: Sport kennt keine Vereinsgrenzen, die schon traditionelle Laufreise von Pingpank Running haben mit Patrica Götz und Jens Kühhirt diesmal noch zwei weitere Mitglieder der Hannover Runners gebucht. Schon lange dabei sind Manuela Rückriem, Thomas Kersten und Andreas Plhak. Rückriem erinnert sich noch gut an 2009: Seinerzeit ging es für sie erstmals mit voller Laufausrüstung und dem Pingpank-Shirt nach Mallorca, wo Colonia de Sant Jordi über etliche Jahre für ein, zwei Wochen das Vorbereitungsdomizil der Gruppe war.
15 Jahre später hält sie, obwohl (Pardon!) inzwischen über 60, immer noch das Tempo der schnellen Gruppe mit. Es muss also etwas dran sein: Wer sich regelmäßig bewegt und aktiv bleibt, der kann dem Älterwerden ein Schnippchen schlagen. Ein Grund dafür, dass auch bei dieser Laufreise Stabilisations- und Krafttraining sowie Aquarunning angeboten werden. Fast alle nutzen das. Als die Läufer den rund sieben Kilometer langen Frühstückslauf absolviert haben, erwartet sie am Hotel eine besondere Überraschung: Vom Atlantik grüßt ein herrlicher Regenbogen. Ach, könnte man doch nur hindurchlaufen – es wäre ein Gefühl wie beim Passieren des Zielbogens am Friedrichswall in Hannover Mitte April. Doch bis dahin wird noch so mancher Tropfen Schweiß fließen.
Text: Norbert Fettback Fotos: Norbert Fettback
Zum Geburtstagslauf mit Start und Ziel am Studio B54 konnten wir über 40 Läuferinnen und Läufer sowie etliche Radfahrer und Wanderer begrüßen.
Nach dem anstrengenden 5km Aufstieg zum Kammweg, konnten sich alle Geburtstagsgäste auf ein großartiges Frühstück beim Studio B54 freuen.
Mit einem Wumms über den Berg (Bericht und Bilder von Norbert Fettback)
Die Vorbereitungsgruppe kommt ins Schwitzen, hat mit Blick auf den 14. April aber weiter viel Spaß am Laufen. Die Uhr tickt immer schneller. Nur noch zehn Wochen sind es bis zum Hannover-Marathon, damit geht es für alle, die am 14. April über die 42,195 Kilometer oder aber die Halbdistanz starten wollen, unweigerlich in die heiße Phase der Vorbereitung. Hartes Training ist in diesem Zeitraum angesagt - kann man da noch wirklich Spaß haben am Laufen?
Und ob! Am Lindener Berg scheinen sich an diesem Sonnabendvormittag ausgesprochene Frohnaturen zusammengefunden zu haben. Es wird viel gescherzt, es herrscht ausgesprochen gute Stimmung bei den rund 60 Freizeitsportlern. Dabei heißt es eigentlich, auf die Zähne zu beißen. Auch wenn im Plan von Trainer Markus Pingpank vom „unteren Schwellenbereich“ der körperlichen Belastung die Rede ist: Es geht zur Sache in den „Alpen“ von Hannover, und das hat nicht allein mit dem bergigen Streckenprofil zu tun.
Auch der Trainer hat gut lachen. Was nicht unbedingt damit zu tun hat, dass er das Geschehen aus der Beobachterperspektive verfolgt, dazu noch den Getränkestand betreut und somit selbst nicht ins Schwitzen gerät. Markus Pingpank ist insgesamt sehr zufrieden, dass es so gut läuft mit der Vorbereitungsgruppe. „Da ist ein richtiger Wumms zu spüren“, sagt der Barsinghäuser, der die Schnellen in der Truppe ebenso lobt wie diejenigen, die es langsamer angehen lassen, ohne dass es ihnen an dabei Engagement und Motivation fehlt.
So wie Thomas Kumrow: Der 57 Jahre alte Hannoveraner hat sein wöchentliches Pensum jetzt von drei auf vier Einheiten erhöht. Und das trotz seiner Schulterprobleme, deretwegen schon eine Operation im Raum stand und er sportlich kürzertreten musste. „Ich spüre, dass ich immer besser in Form komme“, sagt er. Am 14. April will er den Marathon in 3:45 Stunden laufen. „Das kann ich schaffen“, sagt Kumrow, dessen Bestzeit bei 3:33 Stunden steht. Trainer Pingpank wiederum berichtet davon, dass andere aus der Gruppe sich für den Halbmarathon in Hannover eine Zielzeit von 1:45 Stunden vorgenommen haben – und das jetzt schon bei einem Trainingslauf geschafft haben. Was will man mehr?
Noch stehen für die Läuferinnen und Läufer zwei sogenannte Belastungsperioden an. Und dann ist da der 16. März: Dann geht es am Steinhuder Meer in die Vollen. Ob einmal rum, was rund 31 Kilometer bedeutet, oder etwas weniger (für jene, die am 14. April einen Halbmarathonstart planen): Spätestens dann weiß jeder, woran er ist.
Ambitioniert in die zweite Hälfte
Ein Vierteljahr vor dem Hannover-Marathon setzt sich die Pingpank-Vorbereitungsgruppe wieder in Bewegung
Am Maschsee sind es 3 Grad, und genau drei Monate sind es noch bis zu jenem Tag, der sie heute wieder zusammengeführt hat: der Hannover-Marathon am 14. April. Etwas ungemütlich ist es schon bei diesen Temperaturen und Nieselregen, doch wer fit sei will für sein großes sportliches Ziel, der muss da durch. Und zusammen in einer großen Gruppe klappt das ohnehin besser.
Bei null fängt ohnehin niemand der fast 70 Läuferinnen und Läufer an, darunter einige neue Gesichter, die vom Parkplatz bei Hannover 78 aus mit Pingpank Running auf ihre Runde gehen. Es ist bereits Teil zwei der Vorbereitung auf den großen Tag im April – bis Mitte Dezember lief ein rund dreimonatiges Warm-up, das es ebenfalls schon in sich hatte. Nun die Fortsetzung im neuen Jahr, mit unterschiedlichen Erwartungen und Vorsätzen, ob nun die 42,195 Kilometer oder der Halbmarathon das Ziel sind.
Zum Auftakt hat Trainer Markus Pingpank der Vorbereitungsgruppe allerdings eher leichte Kost auf den Plan geschrieben: Eine Stunde lang soll in dem Tempo gelaufen werden, das die Sportler auch bei einem Marathon anschlagen können. „Nicht ins Hecheln kommen, ruhig atmen“, das hat der Trainer als Devise ausgegeben. Seine Frau Silke Pingpank ordnet allen die entsprechende Tempogruppe zu – zwischen 4:45 und 6:55 Minuten –, dann geht es los Richtung Maschsee, wo an diesem Vormittag noch viele andere Läuferinnen und Läufer unterwegs sind. Wohl auch nach dem Motto: Jetzt heißt es loszulegen, wenn der 14. April von Erfolg gekrönt sei soll.
Die große Schar der Pingpank-Leute präsentiert sich durchwachsen, auch in Bezug auf die Altersstruktur. Da ist Ulrich Scharf, der Senior im Feld, auch mit 80 Jahren will er im April wieder an der Startlinie zum Halbmarathon stehen. Mit dem Ziel, gut und gesund anzukommen. Und da ist Paula Carlotta Battermann aus Schloß Ricklingen, erst 17 Jahre alt und damit die Jüngste aus der Gruppe – und sehr flott unterwegs.
Was wohl auch familiäre Gründe hat. Ihr Vater Olaf Battermann ist auch ein schneller Läufer, in Hannover plant er sein Marathondebüt und liebäugelt mit einer Zeit von 3:05 Stunden. Da könnte sich auf der Runde durch die Landeshauptstadt am 14. April durchaus eine Pingpank-Gemeinschaft zusammenfinden: Bernd Buchholz, Felix Pochmann (beide mit dem Ziel 3:00 Stunden) sowie Jörg Kettern und Mike Asche (beide peilen 3:10 Stunden an) gehen ebenfalls ambitioniert an die Sache heran. Für alle würde es eine neue Bestzeit bedeuten.
Zum Jahresauftakt tut sich Mike Asche allerdings etwas schwer. Er hat gerade einen bösen Treppensturz hinter sich gebracht, die linke Körperseite sendet Schmerzsignale. Doch der erfahrene Marathonmann, auch Gruppenleiter bei Pingpank Running, ist ein Kämpfer und beißt auf die Zähne. So was kennt er ja zur Genüge, wenn es beim Marathon im letzten Drittel so richtig zur Sache geht und Steherqualitäten gefragt sind. Und noch sind es drei Monate, bis der Friedrichswall ruft.
Bericht und Bilder von Norbert Fettback
Loslegen am Lindener Berg
Die Vorbereitungsgruppe für den Marathon oder Halbmarathon im Frühjahr 2024 ist gestartet
Die Frau auf dem Fahrrad ist sichtlich irritiert und fragt spontan nach. „Ist hier heute ein Wettkampf? Hier am Lindener Berg?“ Gerade hat sich der große Pulk in den farbenfrohen Shirts in Bewegung gesetzt: vom „Gipfel“ in Höhe der Volkssternwarte hinunter Richtung Badenstedter Straße. Angesichts dessen kann sich eine Außenstehende schon mal irren. Die Läuferinnen und Läufer aber, die dort am ersten Sonnabend im Oktober unterwegs sind, irren sich nicht. Sie haben feste Ziele vor Augen, die sich mit Halbmarathon und Marathon benennen lassen, und gehen diese mit Ehrgeiz an. Auf ein Neues! Oder aber zum ersten Mal.
Damit die Form im Frühjahr 2024 stimmt, hat Markus Pingpank auch dieses Jahr eine Vorbereitungsgruppe ins Leben gerufen. 59 Frauen und Männer haben sich dafür angemeldet – die Resonanz spricht für sich. Viele kennen sich bereits seit Jahr und Tag und wissen das Angebot zu schätzen, einige sind neu hinzugestoßen.
Das Terrain am Lindener Berg ist zum Loslegen eine willkommene Trainingsstrecke. Zwei Runden über jeweils 2,5 Kilometer stehen beim Auftakt auf dem Programm, das Markus Pingpank mit „aerobes Kraftausdauertraining“ überschrieben hat. „Volle Pulle“ soll diesmal noch niemand laufen. Überschaubar ist das Ganze aufgrund der Streckenlänge, es ist aber auch keine Spaßeinheit, vor allem dann, wenn es die bergigen Passagen hinaufgeht. Das soll so sein, trotz des insgesamt von vornherein reduzierten Tempos der Gruppen, die sich rasch gebildet haben. „Tief und gleichmäßig atmen!“, ruft der Trainer den Vorbeikommenden zu, was mitunter leichter gesagt als getan ist.
Auch Wilfried Oberheide (66) ist die Anstrengung vom Gesicht abzulesen. Dabei kennt er das Prozedere bestens. Seit 13 Jahren ist er schon dabei und des Lobes voll. „In der Vorbereitungsgruppe ist jeder gut aufgehoben, unabhängig vom Leistungsvermögen“, sagt er. „Es macht immer Spaß, hier mitzulaufen. Und das Gesamtpaket stimmt.“ Oberheide ist auf den Halbmarathon fixiert. Der in Hannover am 14. April 2024, für den er sich längst angemeldet hat, und der in Hiddestorf sind seine Favoriten.
Auch Elke Eimterbäumer steht bereits in der Starterliste für den „Halben“ in Hannover. Obwohl die 52-Jährige seit 2019 keine der Pingpank-Vorbereitungen ausgelassen hat, wäre dies erst ihr zweiter Lauf über diese Distanz. Zweimal sei der Halbmarathon wegen Corona ausgefallen, dann habe das Virus sie erwischt – 2023 sei es dann endlich so weit gewesen. Mit ihrer Zeit von knapp unter 2:05 Stunden war die Wunstorferin „sehr zufrieden“, wie sie sagt. Damit sie das in einem halben Jahr in ähnlicher Weise wiederholen kann, sind in den nächsten Wochen und Monaten nun etliche Sonnabende fest verplant. So eine Leistung lässt sich nun mal nicht aus dem Ärmel schütteln. „Die Gruppe bringt mich voran“, sagt sie. „Und ich fühle mich hier total wohl.“
Es gibt dieses Mal Neuerungen. Markus Pingpank hat das Vorbereitungsprogramm erstmals in zwei zeitlich getrennte Hälften (Oktober bis Dezember und Januar bis April) eingeteilt, jede mit sieben gemeinsamen Trainingsläufen, einem Leistungstest und einem Trainingswettkampf. Der von Hälfte zwei startet am 16. März am Steinhuder Meer und hat gute Tradition. Unter Läufern gilt es längst als geflügeltes Wort: „Wer ums Steinhuder Meer kommt, der schafft auch den Marathon.“ Oder den Halbmarathon. Doch bis dahin heißt es noch so manchen Kilometer abzuspulen.
(Text und Bilder von Norbert Fettback)
Punktlandung am Maschsee
Zeitschätzlauf, gute Laune und viele Erinnerungen: Pingpank Running feiert sein 20. Jubliläum
„Schön war's!“ Christoph Bach stand mit seiner Meinung nicht allein. Als sich am letzten Sonnabend im August fast 100 Läuferinnen und Läufer bei Hannover 78 trafen, war vielfach ein lautes „Hallo“ oder „Lange nicht gesehen!“ zu hören. 20 Jahre ist es mittlerweile her, dass sich laufbegeisterte Freizeitsportler und -sportlerinnen in Barsinghausen und dann auch in Hannover zum ersten Mal zusammenfanden, um unter Anleitung von Trainer Markus Pingpank ein herausforderndes Ziel anzugehen. Seinerzeit waren es der Marathon in Minden und der Hannover-Marathon. Christoph Bach gehörte schon damals dazu – 2004 stand er dann am Trammplatz in Hannover am Start zu seinem ersten Lauf über die 42 Kilometer.
Zwei Jahrzehnte danach läuft der 57-Jährige immer noch. An besagtem Sonnabend hatte Bach sein gelbes Pingpank-Shirt angezogen, andere hatten das schwarze, blaue oder rote Laufhemd hervorgeholt, die im Laufe der Jahre irgendwann mal up to date waren. Gut zu erkennen an den Aufdrucken pingpank.de oder Pingpank Running – Markenzeichen in der hannoverschen Laufsportszene mit stolzer Vergangenheit und lebendiger Gegenwart. Noch immer trifft man sich wöchentlich, in vielen Fällen nicht nur einmal, um zusammen zu trainieren und sportlichen Ambitionen nachzugehen. Der Marathon an sich spielt dabei nicht mehr die erste Geige. Stärker in den Vordergrund gerückt sind der Spaß am Sport, das Miteinander mit familiärem Touch.
Logisch, dass im Laufe der 20 Jahre die Gesichter gewechselt haben, was in einigen Fällen physische Gründe hat. Mitunter hat man sich auch schlichtweg aus den Augen verloren, was in der Regel mit einem Ortswechsel zu tun hat. Da war an dem Tag etwa die Freude groß, Holger Müller wiederzusehen, den es aus beruflichen Gründen nach Frankfurt am Main verschlagen hat und der früher kein Training und kaum einen Lauf ausließ. 20 Jahre Pingpank-Laufgruppe waren für ihn ein willkommener Anlass, in die Stadt zurückzukehren, in der er einst das Laufen für sich entdeckt und liebgewonnen hatte.
Mit dem Maschsee als Hausstrecke, wo so häufig der Schweiß floss – wie auch dieses Mal. Trainer Pingpank hatte zu einem gemeinsamen Lauf über eine Runde eingeladen und konnte sich über eine große Resonanz freuen. Es galt jedoch nicht zu ermitteln, wer der oder die Schnellste ist, sondern wer der selbst genannten Zeitprognose am Nächsten kommt. Dabei gab es eine Punktlandung: Thomas Kumrow traf mit 39:00 Minuten den Nagel auf den Kopf. Eric Hess verfehlte seine Voraussage um lediglich eine Sekunde. Maßarbeit an einem kurzweiligen Sonnabend, der viele schöne Erinnerungen wachrief und der am opulenten Kuchenbüfett ausklang. An einem Tag wie diesem darf schon mal mit Blick auf die Kalorien gesündigt werden.
(Aufgeschrieben von Norbert Fettback, seit 2006 bei Pingpank Running dabei)
Das sagen die Aktiven
Mit Pingpank Running verbinde ich ...
... unzählige, gemeinsam absolvierte Laufkilometer, immer kurzweilig und unterhaltsam, in und mit einer tollen Gemeinschaft. Nirgendwo durfte ich in all den Jahren so vielen unterschiedlichen Menschen begegnen wie bei Markus und Pingpank Running. Aus vielen Laufbekanntschaften sind enge Freundschaften entstanden, die weit über gemeinsames Laufen hinausgehen. Maike Kaschorek (54), Hannover, seit 2007 dabei
… eine sehr professionelle und zielgerechte Vorbereitung auf Wettkämpfe. Ich laufe seit 2020 bei Pingpank Running, und obwohl ich über 20 Jahre Radrennen gefahren bin, war das ambitionierte Laufen eine völlig neue Erfahrung. Vor allem das gemeinsame Training mit gleichstarken Läufern in meiner Pace-Gruppe spornt mich jede Woche an. Olaf Battermann (58), Garbsen, seit 2019 dabei
… herausfordernde Intervallläufe, die in der Gruppe nicht nur mehr Spaß machen, sondern mich auch motivieren, bis an meine Grenzen zu gehen. Bei Dauerläufen verfliegt die Zeit auch viel schneller, wenn man diese zusammen absolviert. Carola Battermann (53), Garbsen, seit 2019 dabei
… viele schöne Laufmomente. Dass Ausdauersport in der Trainingsgruppe so viel Spaß machen kann, hätte ich nicht für möglich gehalten. Bei Pingpank Running trainiere ich bereits seit Dezember 2004. Der Flyer „In 150 Tagen zum Hannover Marathon“ weckte damals meine Neugier, und so lief ich aufgrund der vorbildlichen Trainingsbetreuung problemlos meinen ersten Marathon. Dank der Laufgruppe konnte ich über die Jahre viele neue Kontakte knüpfen, sogar Freundschaften sind daraus entstanden. Das Training ist geprägt von einer stets netten und lockeren Atmosphäre, die mich immer wieder motiviert, aktiv zu bleiben. Besondere Highlights verbinde ich mit den regelmäßig stattfindenden Pingpank-Laufreisen. Thomas Kersten (65), Ronnenberg, seit 2004 dabei
… das gemeinsame Training am Dienstagabend, eine tolle Laufgemeinschaft und unvergleichlich schöne Lauferlebnisse. Das regelmäßige Laufen mit Gleichgesinnten macht viel Spaß, und selbst die anstrengendste Trainingseinheit läuft sich in der Gemeinschaft leichter. Dabei sind über die Jahre viele persönliche Kontakte bis hin zu Freundschaften entstanden. Ein ganz besonderes Highlight war für mich 2014 die Laufreise an die Ostküste Amerikas mit dem Start beim New York Marathon. Ein großartiges Erlebnis! Heike Lütjering (56), Godshorn, seit 2011 dabei
… ein abwechslungsreiches Lauftraining mit kompetenten Gruppenleitern in familiärer Atmosphäre, wo ich auch bei Problemen – egal welcher Art – immer ein offenes Ohr finde. Auch das Stabitraining als wichtiger Ausgleich wird angeboten. Dazu kommen viele schöne Laufreisen, ob nun nach nach Mallorca, Andalusien oder Monte Gordo in Portugal. Bei Pingpank Running habe ich viele tolle Menschen kennengelernt. Manuela Rückriem (63), Peine, seit 2008 dabei
… viele Jahre regelmäßiges Laufen in ambitionierter, aber lockerer Atmosphäre. Über die Jahre habe ich dort sehr viele nette Menschen kennengelernt und Freundschaften geschlossen. Für mich ist diese Gemeinschaft die wichtigste Voraussetzung, nie die Motivation zu verlieren und jedes Jahr neue Ziele anzupeilen. Marco Wipperfürth (52), Hannover, seit 2011 dabei
„Vorreiter für gezieltes Training unabhängig vom Verein“
Ein Fazit nach 20 Jahren: Markus Pingpank im Interview
Markus, wie bewertest Du die 20 Jahre im Rückblick?
Das Ziel, ambitionierten und zielorientierten Breitensportlerinnen und -sportlern ein interessantes Angebot zu unterbreiten, hat funktioniert. Pingpank Running ist zu einem Vorreiter für ein gezieltes Training unabhängig vom Verein geworden und bestens geeignet für alle, die außerhalb beruflicher und familiärer Ambitionen ein persönliches und leistungsbezogenes Ziel im Laufsport anstreben. Viele Läuferinnen und Läufer haben zudem durch ein zielorientiertes und diszipliniertes Training einen gesundheitsbewussten Lebenswandel vollzogen. Damit verbunden ist beispielsweise die Änderung des vorrangigen Augenmerks vom Marathon hin zum Halbmarathon oder zur Zehn-Kilometer-Strecke. Ein wenig stolz macht mich auch, dass auf dieser Basis viele Freundschaften entstanden sind und dass Pingpank Running eine Kontaktbörse für sportinteressierte Singles geworden ist.
Auf welche Weise hat Pingpank Running der hannoverschen Laufszene einen Input gegeben?
Durch meine ehrenamtliche Tätigkeit in diversen Vereinen der Region habe ich frühzeitig die Veränderung zu einem vereinsunabhängigen Training bei Läuferinnen und Läufern erkannt. Somit könnte man Pingpank Running als Vorreiter der recht großen hannoverschen Laufszene und der vielen Laufgruppen bezeichnen. Zudem gab und gibt es etliche Laufgrößen in Hannover, die über die Jahre ihre Erfolge mithilfe von Pingpank Running erzielt haben.
Was hat sich im Lauf der vergangenen 20 Jahre verändert?
Die größte Veränderung ist, dass Pingpank Running geselliger und familiärer geworden ist. An manchen Tagen ist die Gruppe so in Gespräche vertieft, dass es schwerfällt, das Training pünktlich zu starten. Das Tempo, in dem gelaufen wird, hat sich ein wenig verändert. Vor 20 Jahren wurde in der vorderen Gruppe im Training noch ein Schnitt von 3:30 Minuten pro Kilometer gelaufen, jetzt ist es ein 3:45er-Schnitt. Die ausdauernde Gruppe hat sich von einem 5:30er-Schnitt auf ein durchschnittliches Tempo von 6:00 Minuten für den Kilometer eingependelt. Und auch das ist bemerkenswert: Der Trend vom Marathon hin zu kürzeren Strecken ist offensichtlich.
Wie geht es weiter mit Pingpank Running?
Das nächste große Ziel ist das 25. Jubiläum – und das in der Hoffnung, dass alle Läuferinnen und Läufer weiterhin so viel Spaß haben. Naheliegend wäre auch, dass in zehn bis 20 Jahren unsere Kinder Svenja und Maximilian, wenn sie Lust dazu haben, Pingpank Running weiterführen könnten. Schade wäre es doch, wenn man den Läuferinnen und Läufern von Pingpank Running die Freude am Sport und den regelmäßigen Spaß an Geselligkeit beziehungsweise das sportliche Highlight der Woche nehmen würde.
(Die Fragen stellte Norbert Fettback)